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2008 - kleines Turnier mit großen Handycapes
Schon im Frühjahr wurde in einer Vorstandsversammlung festgestellt, dass unser Turniertermin, der 1. Sonntag im August, mitten in den Ferien liegt.
Diesen Zustand zu ändern war natürlich reine Chefsache und so beschlossen diese, das Turnier zu verschieben. Da am 10.08.2008. Jugendsportfest in Rheine war, wurde nach einer Abstimmung der 17.08.2008 auserkoren.
Doch leider hatten wir die Rechnung ohne den Wirt, sprich Beckum, gemacht. Der HSF bot an diesem Wochenende ein Zweitageturnier auf seinem großen Vereinsgelände inmitten des Naherholungsgebiet der Beckumer Berge an.
Mit den bei uns gemeldeten 65 Teilnehmern, sahen wir einem lockeren easy Turnier entgegen. Aber Denkste!!!
Schon um 8:30 fuhr der Richter H.J. Krüger vor und übersah eine Papilone, die seinen Parkplatz markierte.
Voller Tatendrang stürzte er direkt auf den Platz um frische Hunde ein zu messen, die von einer laut schreienden und auf und ab laufenden Petra informiert wurden. Unsere Lautsprecheranlage befand sich gerade auf direktem Wege von einer Hochzeit zu uns – hätten die Brautleute doch bloß ihre Gesellschaft eine Stunde eher nach Hause geschickt. Ein Lob an Mark, der ohne eine Mütze voll Schlaf seine Anlage pünktlich zum ersten Start um 9 Uhr betriebsbereit hatte.
Der nächste Stolperstein lag bei der Auswertung. Da H.Jürgen den schnellsten fehlerfreien A3 midi für zu langsam hielt, wollte er vorm Aufrechnungsfaktor die manuelle Sollzeit errechnet haben. Jetzt nutzte mir die eins in Reli gar nichts. Die Finger in den Haaren, die Schweißperlen auf der Haut, sah ich mich Rat suchend um. Zum Glück war Kathis Thomas da, hatte schnell einen Rechner auf den Bildschirm gezaubert und mit dem sofort paratem Ergebnis sogar den Richter verblüfft.
Der ganz große Deibel hatte dann, pünktlich zur Mittagszeit, 25 Meter unter unserm Platz sein Unwesen getrieben. Plötzlich wollten die Pommes nicht mehr brutzeln und die Kaffeemaschine stand still. Wenige Minuten später kamen die ersten Klonachrichten – „die Wasserspülung läuft nicht mehr“. Glück im Unglück – Hubert Hoping, häufig als Katastrophenhelfer weltweit unterwegs, war mit Frau Monika und Beagle Emma als Zuschauer vor Ort und nahm sich sofort der Sache an. Aber zaubern konnte auch Hubert nicht. Die Pumpe, die jahrelang ohne Murren das Wasser aus der Tiefe förderte, hatte ihren Geist aufgegeben.
Am Ende waren auch die beiden Vereinsmeister mini/midi und maxi ermittelt. Andrea Fosse mit ihrem Rocko gewann als Erststarterin im Bereich mini/midi mit Platz 3 im A1 Lauf und einem zweiten Platz im Jumping. Bei den Maxis siegte Thorsten Horn mit seiner Tara in zwei schönen, souverän geführten Läufen. Im A3 Lauf hatte er den 5.Platz inne und im Jumping belegte er Platz 1. Aber auch sie sollten von der Pechsträhne etwas abbekommen. Eine Pokalübergabe während der Siegerehrung war nicht möglich, weil einer dieser Pötte nicht zur Hand war.
Am Spätnachmittag, als alle Aufräumarbeiten getan waren, stellten wir fest, dass wir sprichwörtlich nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Jetzt verstehe ich auch, warum manche Vereine ein Pfandgeld nehmen. Auch ein Wassernapf hatte Beine bekommen.
Zum Schluß sollte auch das Wetter nicht unerwähnt bleiben. Es war einfach genial: Sonnenschein und angenehme Temperaturen.
Fazit: Dieses war zwar das kleinste Turnier seit 10 Jahren aber die Helfer waren gefordert wie nie zuvor. Unser Verein hat bei diesem Turnier seinen extremsten Härtetest bestanden, nun kann uns eigentlich nichts mehr erschüttern.
Vielen Dank an alle Helfer.
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